|
|
 |
|
Die Eiszeit ließ
die seenreiche Landschaft der Müggel-Spree-Region
entstehen |
|
Die Oberfläche
der Müggel-Spree-Region wurde wie alle branden- burger
Landschaften während der Eiszeit (Pleistozän)
und der Nacheiszeit (Holozän) geformt.
Gewaltige Eismassen schoben sich von Skandinavien kommend
über den Ostseeraum nach Nord-und Mitteldeutschland.
Sie führten Steine und Geröll, größtenteils
|
|
zu Staub zermahlen,
mit sich. Bei ihrem Rückzug ließen die
Eismassen den mit- geführten Schutt zurück
und schufen so Grund- und Endmoränen wie den
Stahlberg bei Hartmannsdorf (85 Meter).
Anschließend wehten kalte Winde den von den
Schmelzwässern abgesetzten Sand zu Dünen
auf wie beispielsweise die Pütt-,
Grenz-, Swatzke- und Skabyberge. Die Schmelzwässer
füllten die Senken, wu- schen Rinnen und strudelten
Löcher wie den Teufelssee
aus. Das gewaltige, verzweigte Warschau-Berliner-Urstromtal
(als mittleres der drei Ur- stromtäler im Norden
Mitteleuropas) führte die gesammelten Schmelzwäs-
ser der Nordsee zu. Die durch Dünen abgeschnürten
Gewässer hatten keinen ausreichenden Zu- und
Abfluß mehr, verlandeten im Laufe der Zeit
und bildeten Fließe, Fenne und Moore mit charakteristischen
Pflanzenwuchs wie den Triebschsee
und die Große und Kleine Pelzlaake.
Die heutige Landschaft ist geprägt durch ein
ausladendes sternenförmiges Gewässersystem
mit dem Dämeritz- see in der
Mitte. Diese Seenkette ist eingebettet in Kiefernforste,
die für den überwiegend vorkommenden märki-
schen Tal- und Dünensand typisch sind (nicht
unbegründet hat Brandenburg den Beinamen "Märkische
Streusand- büchse"). In der Spreeniederung
ent- wickelten sich ein breites Flachmoor- band
und durch zyklische Überschwem- mungen ausgeprägte
Auenlandschaf- ten. |
|

Die Swatzke-/Skaby-
berge sind Europas größte Wanderdüne

Naturdenkmal Teufelssee

Verlandungsmoor am Triebschsee |
|
|
|
|
Südlich
von Rauen hat die Eiszeit vor mehr als 20.000 Jahren eine
für das norddeutsche Tiefland einmalige Landschaft
hinterlassen, die Rauener Berge. Sie
sind eiszeitliche Stauchmoränen auf |
|
| engstem
Raum und stellen mit 154 Me- tern den höchsten
Punkt innerhalb des Regionalparks dar. In den Rauener
Ber- gen finden sich als historische Zeitzeu- gen
die Markgrafensteine, die vermut-
lich mit dem Eis von Südschweden hier- her
transportiert wurden. Aus dem gro- ßen Markgrafenstein
wurde 1829 eine Schale hergestellt, die noch heute
im Lustgarten zu Berlin vor dem Alten Museum steht.
|
|

Einer der Markgrafen- steine in den Rauener Bergen
|
|
|
|
|
Eine weitere geologische Besonderheit
ist der Muschelkalksattel aus dem Trias, der
bei Rüdersdorf bis an die Oberfläche ragt.
Seit dem 13. Jahrhundert wird hier im Tagebauverfahren
Kalk abge- baut. |
|
|
 |
Geschichts-Information |
|
|
|
|